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Die Silber-Konzentration

Die Konzentrationsangaben für kolloidales Silber sorgen immer wieder für große Verwirrung, da teilweise völlig unsachgemäß argumentiert und diskutiert wird. Das geht soweit, daß selbst gänzlich untaugliche Meßgeräte wie TDS-Meter zur angeblichen Konzentrationsbestimmung den Anwendern verkauft werden.

Die Angabe in ppm

Die Konzentration des kolloidalen Silbers wird in der Regel mit der verwirrenden Einheit ppm angegeben.
ppm bedeutet - parts per million, also Teile pro Million. Part ist der Teil - im Sinne von Anteil und hat nichts mit Teilchen oder Partikeln zu tun (denn dann müßte es beispielsweise particle per million heißen).

Es handelt sich also um ein Verhältnis: der Anteil des Silbers zu einer Million Anteile Wasser.
Dieses Verhältnis ist bei Metallen ein Gewichtsverhältnis; bei Gasen zum Beispiel ist es ein Volumenverhältnis.

Bezogen auf kolloidales Silber heißt das konkret, ein bestimmtes Gewicht (Milligramm) von Silber in einem Liter Wasser (1L Wasser = 1 kg = 1 Mio. mg).
Ein Beispiel:
Die Angabe 25 ppm bedeutet also 25 mg Silber in 1 Liter Wasser (25 mg/l).

Es ist falsch, hier die Anzahl oder Größe der Silberpartikel oder das spezifische Gewicht bzw. Molekulargewicht von Silber einzubeziehen!

Nach den obigen Ausführungen ist es also völlig richtig, wenn gesagt wird:

ppm = mg/l (parts per million = Milligramm pro Liter)

Am Ende ein einfacher, leicht zu verstehender Zusammenhang.
Und dennoch wird dieser immer wieder hinwegdiskutiert, werden kurioserweise Partikel gezählt (!), Partikelgrößen "gemessen" und berechnet, das spezifische Gewicht des Silbers mit dem des Wasser verrechnet usw. usf...

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß die Einheit ppm nach der Deutschen Norm (DIN) gar nicht verwendet werden darf, da sie sprachabhängig und mehrdeutig ist. In der selben DIN wird statt dessen die Verwendung von Zehnerpotenzen empfohlen, bzw. können Massenanteilein µg/g (demzufolge mg/kg - entsprechend mg/L bei Wasser) ausgedrückt werden.

Wenn wir die Einheit ppm dennoch weiter verwenden, dann nur, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften, da sich diese Einheit nun einmal so eingebürgert hat.

Konzentrationsmessung

Um es gleich ganz klar zu sagen:

Der normale Anwender kann die Konzentration des kolloidalen Silbers nicht messen!

Auch TDS-Meter, Leitfähigkeitsmeßgeräte, PPM-Meßgeräte, wie sie auch genannt werden, sind dazu nicht in der Lage!
Diese Geräte sind nur dazu geeignet, Konzentrationen von reinen Lösungen zu bestimmen! Das können Salzlösungen sein, Leitungswasser oder Wasser aus Umkehrosmoseanlagen.
Es wird also nur über den Ionengehalt der Lösung deren Leitfähigkeit bestimmt. Auch daß die Ausgabe gelegentlich in ppm erfolgt, ändert nichts daran.

Wenn man bei kolloidalem Silber eines der genannten Meßgeräte einsetzt, wird nur der ionische Anteil, nicht jedoch der Anteil der kolloidalen Partikel gemessen!
Eine solche Messung liefert immer ein untaugliches Ergebnis!

Ebenso lassen sich anhand der Farbe keine Konzentrationen bestimmen, auch wenn in der Regel höhere Konzentrationen kräftiger gefärbt sind. So wie es in bestimmten Fällen farblose Dispersionen mit 100 ppm geben kann, so kann es auch gelbliche Dispersionen mit 25 ppm geben.

Tyndall-Effekt

Der Tyndall-Effekt wird häufig empfohlen, um damit die Qualität kolloidalen Silbers festzustellen. Wie die nachfolgenden Bilder zeigen, ist mittels Tyndall-Effekt eine solche Aussage unzulässig. Dafür hängt die Qualität der Anzeige von zu vielen Faktoren ab.
Beachten Sie bei den Bildern die unterschiedlichen Laserfarben, Konzentrationen und Lichtverhältnisse! Die Bilder wurden bis auf die Größe nicht nachbearbeitet!
Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken:

25 ppm bei normalem Licht
Es wurde bei normaler Raumbeleuchtung und relativ hellem Hintergrund kolloidales Silber mit 25 ppm getestet. Während der rote Laser kaum zu sehen ist, kann man den grünen Laser bereits deutlich erkennen.

25 ppm abgedunkelt
Die selbe Testflüssigkeit bei abgedunkelter Umgebung und dunklem Hintergrund. Hier ist auch der rote Laser bereits deutlich erkennbar.
Der Unterschied zwischen den Lasern ist ganz deutlich.

100 ppm abgedunkelt
Kolloidales Silber mit 100 ppm in abgedunkelter Umgebung und dunklem Hintergrund. Es ist eindeutig ersichtlich, daß die Konzentration eine Auswirkung auf die Anzeige des Lasers hat.

Die Silberdispersionen wurden mit dem Ionic-Pulser PRO angefertigt und waren zum Zeitpunkt der Aufnahme ca. drei Stunden alt.
Unterschiedliche Partikelgrößen konnten leider nicht berücksichtigt werden.
Während in der frischen Lösung die Partikel so klein sind, daß selbst bei idealen Bedingungen ein roter Laser nicht sichtbar wird, kann das bei einer Dispersion, die mit Hochspannung hergestelt wurde, völlig anders aussehen. Hier ist einfach die Partikelgröße ausschlaggebend.

        Die Messung der
        Konzentration ist nur
        in einem Speziallabor
        für Edelmetall-
        Analytik möglich!

Ungeeignete Geräte:

        Beim Tyndall-Effekt
        kommt es auf viele
        Faktoren an. Für eine
        Qualitätsaussage zum
        kolloidalen Silber ist
        er damit allerdings
        ungeeignet.