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Polyethylen, HDPE

Polyethylen wurde bereits 1898 vom Chemiker Hans von Pechmann entdeckt.

Ungefärbtes Polyethylen ist milchig-trüb und matt. Es fühlt sich wachsartig an und ist ritzbar. Es verbrennt mit tropfender, heller Flamme und brennt auch weiter, wenn man die Flamme entfernt. Chemisch besteht es aus Wasserstoff und Kohlenstoff, in der Form hochmolekularer Alkane. Seine Eigenschaften lassen sich durch geeignete Copolymerisation gezielt ändern. Polyethylen besitzt eine hohe Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und weiteren Chemikalien.

Polyethylen ist teilkristallin. Durch höhere Kristallinität erhöhen sich die Dichte und auch die mechanische und chemische Stabilität.

Polyethylen nimmt kaum Wasser auf, es schwimmt auf Wasser. Die Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit ist niedriger als bei den meisten Kunststoffen; Sauerstoff, Kohlendioxid und Aromastoffe lässt es hingegen gut durch.

Die Verwendbarkeit wird dadurch eingeschränkt, daß es bei Temperaturen von über 80°C erweicht. Polyethylen ohne geeignete Vorbehandlung ist nicht oder nur schlecht zu bedrucken oder zu kleben. Durch Sonneneinstrahlung kann PE verspröden, meist wird Ruß als UV-Stabilisator eingesetzt.

Eigenschaften

  • Niedrige Dichte (0,87–0,965 g/ccm)
  • Hohe Zähigkeit und Reißdehnung
  • Gutes Gleitverhalten, geringer Verschleiß
  • Temperaturbeständigkeit von –85°C bis +90°C
  • Optisch, milchig weiß, je niedriger die Kristallinität desto durchsichtiger
  • Sehr gutes elektrisches und dielektrisches Verhalten
  • Sehr geringe Wasseraufnahme
  • Sehr gut spanabhebend und spanlos zu verarbeiten
  • Brennt gut; rückstandsfrei: CO2 + H2O als Verbrennungsprodukte
  • PE ist beständig gegen fast alle polaren Lösungsmittel (T < 60°C), Säuren, Laugen, Wasser, Alkohole, Öl, HDPE auch gegen Benzin
  • Bei Raumtemperatur unlöslich, bei erhöhter Temperatur nur in wenigen Lösungsmitteln löslich

Quelle: chemie.de

Gegen die Verwendung von Polyethylen bei der Herstellung von Bedarfsgegenständen im Sinne von § 2 Abs. 6 Nr. 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches bestehen keine Bedenken ...

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)